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Die Geschichte

1910 – 1919

I. 18. Februar 1910 in Christiania (NOR)

22 Delegierte aus 10 Ländern

Als im Jahr 1908 der norwegische Skiverband gegründet wird, taucht erstmals auch die Frage nach einem internationalen Verband auf. Im folgenden Jahr, es war am 2. Februar 1909 während der internationalen Skiwettkämpfe in Morez (FRA), ergreift der norwegische Trainer Durban Hansen während der Preisverleihung das Wort und lädt die Anwesenden im Namen seines nationalen Verbandes zur Teilnahme an einem Skikongress in Christiania ein, auf dem die Gründung des oben angesprochenen internationalen Verbandes diskutiert werden soll. Die Offiziellen und Wettkämpfer aus Frankreich, Italien und der Schweiz begrüssen die Einladung mit begeistertem Applaus. Zwei Monate später erhalten die verantwortlichen Gremien in elf Ländern, in denen Skisport praktiziert wird, eine schriftliche Bestätigung. Der Text hat folgenden Wortlaut:
«In den letzten zehn Jahren haben wir in vielen Ländern ein reges Interesse an der Entwicklung des Skisports beobachtet. Wir glauben daher, dass es an der Zeit ist, einen internationalen Skiverband zu gründen, um anerkannte Regeln für den Sprunglauf zu etablieren und die Probleme der Amateure optimal zu lösen. Da wir überzeugt sind, dass die Delegierten aus den verschiedenen Ländern die Wettkämpfe am Holmenkollen verfolgen möchten, schlagen wir hiermit vor, den Skikongress im Rahmen dieser Veranstaltung zu organisieren ...»
Delegierte aus zehn Ländern sagen ihre Teilnahme zu und werden am 18. Februar 1910 in Christiania von Karl Roll begrüsst, dem Präsidenten des norwegischen Skiverbands, der bei den nachfolgenden Gesprächen auch den Vorsitz führt. Am Ende des Kongresses steht die Gründung einer Internationalen Skikommission (CIS), die gleich mit einer wichtigen Aufgabe betraut wird: der Ausarbeitung und Umsetzung eines Regelwerks für jede Art von Skiwettkämpfen. Karl Roll lehnt das Angebot, erster Vorsitzender dieser Kommission zu werden, aus privaten Gründen ab.

Unter den Delegierten ist auch der zukünftige IOC-Präsident J. Sigfrid Edström.

II. 20. – 21. März 1911 – Stockholm (SWE)

15 Delegierte aus 9 Ländern

Noch vor Ablauf des Jahres 1910 sind die Regeln bereits ausgearbeitet. Es muss deshalb ein zweiter Kongress einberufen werden, der unter Vorsitz von J. Sigfrid Edström stattfindet. Auf dieser Tagung erhält das erste international gültige Regelwerk für Skiwettkämpfe den letzten Schliff und wird dann von den Teilnehmern verabschiedet.

III. 24. – 25. Januar 1912 – München (GER)

14 Delegierte aus 8 Ländern

In den Regelungen zum Amateurstatus wird klar festgelegt, dass Skiläufer, die für ihre Teilnahme an Wettkämpfen Geld oder andere Kompensationen erhalten, nicht als Amateure anzusehen sind.

IV. 20. – 21. März 1913 – Bern/Interlaken (SUI)

14 Delegierte aus 8 Ländern

- Erweiterung der Internationalen Skikommission auf sieben Mitglieder: zwei Norweger, zwei Schweden, ein Schweizer, ein Deutscher und ein Österreicher.
- Verabschiedung neuer Regeln.

V. 27. – 28. Februar 1914 – Christiania (NOR)

17 Delegierte aus 10 Ländern

- Hassa Horn (NOR) wird Präsident der CIS.
- Der deutsche Delegierte macht zum ersten Mal den Vorschlag, Skilaufen in das olympische Programm aufzunehmen. Carl Hellberg (SWE) spricht sich gegen diesen Plan aus, der von den entsprechenden Gremien in seinem Heimatland bereits ins Auge gefasst, aber schliesslich abgelehnt worden war.

Die Frage wird auf den nächsten Kongress verschoben, der 1915 in Salzburg (AUT) stattfinden soll, aufgrund des 1. Weltkriegs jedoch abgesagt werden muss.


1920 – 1929

VI. 10. Februar 1922 – Stockholm (SWE)

20 Delegierte aus 6 Ländern

Aufgrund eines Eisenbahnerstreiks in Deutschland können die mitteleuropäischen Mitgliedsländer nicht am Kongress teilnehmen. Hinsichtlich der Aufnahme des Skilaufs in das olympische Programm wird keine Entscheidung getroffen, da das IOC noch nicht bereit ist, Skiwettbewerbe in vollem Umfang anzuerkennen. Die Organisatoren der Spiele können jedoch Skirennen ausrichten, ohne Medaillen zu vergeben.
In seinen «Olympischen Memoiren» erinnert Pierre de Coubertin in seiner Beschreibung des IOC-Kongresses 1921 daran, wie schwierig sich die Einführung der Winterspiele gestaltete.

«Die Skandinavier wollten sie um keinen Preis», schreibt er, «aber andererseits», so fügt er hinzu, «hatte der Wintersport binnen 25 Jahren in vielen Ländern eine rasante Entwicklung genommen und die Sportler waren so durch und durch Amateure, so ehrlich und rein in ihrer sportlichen Würde, dass ihr kompletter Ausschluss vom olympischen Programm dem Wintersport viel von seiner Dynamik und seinem Wert genommen hätte. Auf der anderen Seite, wie sollten Olympische Winterspiele organisiert werden? Neben dem Widerstand aus Skandinavien gab es das Problem, dass sie nicht gleichzeitig mit und am selben Ort wie die Olympischen Sommerspiele ausgetragen werden konnten ...

Im Ausland wurde deshalb spekuliert, dass, wenn Frankreich den Zuschlag zur Ausrichtung der achten Olympischen Spiele erhielte, die dortigen Organisatoren auch das Recht haben würden, in Chamonix eine Woche lang Wintersport zu präsentieren, zwar unter der Schirmherrschaft des IOC, «nicht jedoch als Teil der Olympischen Spiele». Diese letzte Klausel musste später gestrichen werden und, so bestätigt Coubertin, «die Winterspiele wurden letztendlich offiziell eingeführt, trotz der Skandinavier, die ihren Widerstand aufgaben und einsahen, dass sie sich angesichts der Rolle, die insbesondere die Schweiz und Kanada mittlerweile spielten, nicht länger auf ihr Monopol zurückziehen konnten, das sie so lange Zeit ausgeübt hatten.»

VII. 6. Februar 1923 – Prag (TCH)

18 Delegierte aus 11 Ländern

- Erstmalige Anwesenheit amerikanischer Delegierter.
- Die Gründung eines internationalen Skiverbands wird prinzipiell beschlossen, die endgültige Entscheidung jedoch auf das nächste Treffen vertagt.

VIII. 2. Februar 1924 – Chamonix (FRA)

36 Delegierte aus 14 Ländern

Dieser Kongress, auf dem die FIS gegründet wird, findet im Rahmen einer internationalen Wintersportwoche statt, die als erste Winterolympiade in die olympische Geschichte eingehen wird. Die CIS macht der FIS Platz.

Während sich die Delegierten Josef Rossler-Orovsky (TCH) und Ivar Holmquist (SWE) entschieden für die Gründung eines Verbands aussprechen, ist Hysing Olsen (NOR) dagegen. Er tritt dafür ein, die Kommission in ihrer bisherigen Form beizubehalten. «Norwegen ist gegen diese Idee», wird er zitiert. Gleichzeitig fügt er jedoch hinzu, dass sein Land nicht auf seiner Ablehnung beharren würde, wenn alle Anwesenden sich für einen derartigen Verband aussprächen und die für einen solchen Verband vorgeschlagenen Statuten im grossen und ganzen angenommen würden.

Hinsichtlich der Statuten wurden drei Vorschläge vorgelegt: einer von der CIS, einer von Dr. Pierre Minelle (FRA) und ein dritter von den Delegationen aus Norwegen und Schweden. Letzterer war erst kurz vor dem Kongress fertig gestellt worden und enthielt alle wichtigen Punkte der beiden anderen Vorschläge.

Der Kongress beschliesst einstimmig, dass der Vorschlag aus Norwegen und Schweden die Grundlage für zukünftige Beratungen sein soll. Auf diese Weise wird durch einstimmigen Beschluss der Internationale Skiverband gegründet. Genauer gesagt, die Internationale Skikommission geht im Internationalen Skiverband auf.

Die ersten Statuten besagen, dass der Vorstand des neuen Verbands aus einem Präsidenten, einem Vizepräsidenten, einem Generalsekretär/Schatzmeister und aus sechs weiteren Mitgliedern bestehen muss. Finnland, Norwegen und Schweden müssen im Vorstand vertreten sein. Ausserdem müssen Präsident und Generalsekretär aus einem dieser drei Länder stammen. Nach einem Vorschlag von Ivar Holmquist (SWE), der im übrigen zum ersten Präsidenten des neuen Verbands gewählt wird, entscheidet man sich, als offizielle Abkürzung für den Verband die Bezeichnung «FIS» zu verwenden. Sie ist bis heute gültig.

Auf dem Kongress wird ausserdem beschlossen, dass die FIS die Skiläufer jedes Jahr zu einem grossen internationalen Wettkampf einladen soll. Dieser Wettkampf gilt als Ursprung der heutigen Weltmeisterschaften und wurde bis 1927 als «Begegnung» (rendez-vous) bezeichnet, ab 1929 sprach man von den «FIS-Wettkämpfen».

IX. 3. – 6. Februar 1926 – Lahti (FIN)

21 Delegierte aus 12 Ländern

Auch bei diesem Kongress steht das Thema «Skilauf und Olympia» auf der Tagesordnung. Die diesbezüglichen Entscheidungen werden dabei trotz der Tatsache, dass das IOC 1925 beschlossen hatte, den Wintersport in das olympische Programm aufzunehmen, nicht einstimmig getroffen. Die Delegierten aus Finnland und Norwegen erklären, ihre Verbände seien gegen olympische Skiwettbewerbe und votieren dementsprechend auch bei der Abstimmung zusammen mit Schweden mit «Nein».

Nichtsdestotrotz behalten die Befürworter an diesem Tag die Oberhand.

X. 14. – 16. Februar 1928 – St. Moritz (SUI)

38 Delegierte aus 15 Ländern

Arnold Lunn (GBR), Begründer der Slalomdisziplin, schlägt vor, auch den Alpinskilauf in den Reigen der FIS Wettbewerbe aufzunehmen. Mit dem Projekt wird ein spezielles Komitee betraut, dessen Vorsitz K. von Graffenried (SUI) übernimmt.

Im britischen Skijahrbuch von 1928 ist folgendes zu lesen: «Von Graffenried ergriff das Wort und erläuterte, dass die Schweizer den Slalom bei den letzten Meisterschaften ins Programm genommen hätten, von den Ergebnissen aber enttäuscht gewesen seien. Smith-Kielland fügte hinzu, dass die meisten Langlaufrennen zumindest teilweise durch Wald führen würden und er deshalb gegen ‹künstliche› Slaloms sei. Der britische Slalom schien also eher unnatürlich und artifiziell zu wirken. Danach meldete sich Toivo Aro zu Wort und wies darauf hin, dass sein Land sehr flach sei und Abfahrtsrennen in Finnland deshalb nicht ausgerichtet werden könnten.» Nach diesen drei nicht sehr ermutigenden Wortmeldungen verteidigte Arnold Lunn seinen Vorschlag und sagte unter anderem: «Wir fordern nicht, dass bei allen internationalen Meetings Abfahrts- und Slalomrennen ausgetragen werden sollen. Wir möchten Sie nur bitten, diese beiden Disziplinen nicht von vornherein abzulehnen, ohne sie ausreichend getestet zu haben.»

Von Graffenried schlägt dem Komitee danach vor, es solle dem Kongress empfehlen, diese Disziplinen im kommenden Jahr in Nicht-Alpenländern versuchsweise auszutragen und dabei die britischen Regeln anzuwenden. Dieser Vorschlag wird vom Kongress einstimmig angenommen.


1930 – 1939

XI. 24. – 26. Februar 1930 – Oslo (NOR)

26 Delegierte aus 15 Ländern

- Die Geburt des alpinen Skilaufs:
«Karl Dannegger (SUI) eröffnet die Debatte mit einem kurzen Resümee und erläutert die neuen Regeln für den Slalom und den Abfahrtslauf. Er schlägt vor, den britischen Vorschlag anzunehmen.

Danach erklärt N. R. Östgaard, dass der norwegische Skiverband zusammen mit den anderen nordischen Verbänden (Schweden und Finnland) zu der Entscheidung gekommen sei, die Aufnahme von Slalom- und Abfahrtsrennen in das FIS Programm nicht weiter abzulehnen. Dies ist für alle Delegierten eine grosse Überraschung. Was war geschehen? Nun, die Vertreter der drei skandinavischen Länder hatten sich am Nachmittag zuvor getroffen und ihre Meinung zugunsten der ‹neuen› Rennen geändert.

Romberg (AUT) gibt an, er sei glücklich, dass das Problem so einfach und ohne hitzige Diskussionen hätte gelöst werden können. Danach ergreift kein anderer Delegierter mehr das Wort. Selbst Arnold Lunn meldet sich während des Treffens kein einziges Mal zu Wort, die Erleichterung ist ihm jedoch deutlich anzusehen.

FIS Präsident Ivar Holmquist erklärt danach lächelnd: ‹Ich beantrage hiermit, dass wir Absatz 3 der internationalen Regeln folgendermassen ergänzen:
‘Abfahrts- und Slalomrennen können ausgerichtet werden.’

Der Antrag wird einstimmig angenommen. Dieser einfache Satz sollte die Welt des Skisports in der Folgezeit radikal verändern.»

XII. 14. – 16. Mai 1932 – Paris (FRA)

27 Delegierte aus 16 Ländern

- Im Langlaufbereich werden offiziell Staffelrennen eingeführt.
- Australien wird Mitglied der FIS.
- Der Antrag, Europameisterschaften auszutragen, wird einstimmig abgelehnt.
- Bestimmte Regeln für Abfahrts- und Slalomveranstaltungen werden verabschiedet.

XIII. 21. – 23. Februar 1934 – Sollefteå (SWE)

18 Delegierte aus 10 Ländern

- FIS Präsident Ivar Holmquist tritt zurück und wird zum Ehrenpräsident ernannt. Neuer Präsident wird N. R. Östgaard (NOR).
- Das Programm für die Skiwettbewerbe bei den Olympischen Spielen 1936 in Garmisch-Partenkirchen wird verabschiedet. Zum ersten Mal sind dabei auch alpine Wettbewerbe vorgesehen.

XIV. 14. – 24. Februar 1936 – Garmisch-Partenkirchen (GER)

47 Delegierte aus 24 Ländern

- Es wird die Einführung von Weltmeisterschaften beschlossen. Die erste soll im folgenden Jahr im Chamonix (FRA) stattfinden.
- Die Statuten für das neue Abfahrt-/Slalomkomitee werden verabschiedet. Ab diesem Zeitpunkt werden eine ganze Reihe weiterer Komitees eingerichtet.

XV. 21. – 23. Februar 1938 – Helsinki (FIN)

36 Delegierte aus 15 Ländern

- Das Skifliegen wird anerkannt. Wettkampfregeln werden jedoch erst nach dem Krieg verabschiedet.


1940 – 1949

XVI. 27. – 31. August 1946 – Pau (FRA)

37 Delegierte aus 18 Ländern

- Die 1941 in Cortina d’Ampezzo (ITA) ausgetragenen Weltmeisterschaften, an denen nur eine begrenzte Zahl von Athleten teilgenommen hatte, werden annulliert.
- Drei neue technische Komitees werden eingerichtet: Langlauf (Vorsitzender Sigge Bergman – SWE), Sprunglauf (Vorsitzender Sigmund Ruud – NOR) und Damenskilauf (Vorsitzende: Elsa Roth – SUI).

XVII. 10. – 15. Mai 1949 – Oslo (NOR)

44 Delegierte aus 27 Ländern

Marc Hodler (SUI) wird Vorsitzender des Komitees Abfahrt/ Slalom, dem bis dahin Arnold Lunn (GBR) vorgesessen hatte.


1950 – 1959

XVIII. 24. – 27. April 1951 – Venedig (ITA)

39 Delegierte aus 16 Ländern

– Marc Hodler (SUI) wird FIS Präsident.
– Für die Winterspiele 1952 werden zum ersten Mal Wettbewerbe im Damenlanglauf ins Programm genommen.
– Die Entwicklung des Skifliegens wird analysiert.

XIX. 27. – 30. Mai 1953 – Igls (AUT)

60 Delegierte aus 19 Ländern

– Neue Regeln für die Weltmeisterschaften.
– Einführung jährlicher Konferenzen, um den Terminkalender für die internationalen Wettbewerbe festzulegen.
– Die Anzahl der FIS Komitees darf 10 nicht überschreiten.
– Das 3 x 5 km-Staffelrennen der Damen wird in das internationale Wettkampfprogramm aufgenommen.
– Die alpine Kombination wird wieder in das Programm aufgenommen.

XX. 30. Mai – 4. Juni 1955 – Montreux (SUI)

66 Delegierte aus 21 Ländern

– Neue Regeln für die Aufnahmeprüfungen und Anerkennung von FIS Sprungrichtern werden verabschiedet.

XXI. 30. Mai – 14. Juni 1957 – Dubrovnik (JUG)

57 Delegierte aus 20 Ländern

– Eine Kommission wird gegründet, um die Vor- und Nachteile von Langlaufrennen in grosser Höhe zu untersuchen (1000 m und darüber).
– Geburtsstunde des FIS Bulletins.
– Vor Ernennung des Ausrichters der Olympischen Spiele wird das IOC zukünftig den Bericht der internationalen Verbände zum Zustand der Austragungsstätten zu Rate ziehen.

XXII. 10. – 13. Juni 1959 – Stockholm (SWE)

75 Delegierte aus 24 Ländern

– Strengere Sicherheitsbestimmungen für den Abfahrtslauf.
– Für Langlaufwettkämpfe wird die elektronische Zeitmessung eingeführt.
– Der 5 km Lauf der Damen wird in das Programm der Weltmeisterschaften 1962 aufgenommen.
– Für die Nordische Kombination wird eine neue Form der Klassifizierung beschlossen.


1960 – 1969

XXIII. 28. Mai – 3. Juni 1961 – Madrid (SPA)

96 Delegierte aus 26 Ländern

– Für die Nordische und die Alpine Kombination werden neue Klassifizierungen eingeführt.
– Es wird beschlossen, bei Skisprung Weltmeisterschaften ab 1962 sowohl auf der 70- als auch auf der 90 m Schanze einen Titel zu vergeben.
– Nicht-Amateure sollen von den Olympischen Spielen ausgeschlossen werden. «Ein Olympiateilnehmer muss einen bürgerlichen Beruf ausüben.»
– Die Zusammenarbeit mit den Sektoren Sportmedizin und Physiologie wird auf internationaler Ebene intensiviert.
– Für jede Veranstaltung, die in den internationalen Wettkampfkalender aufgenommen wird, wird künftig eine Gebühr von CHF 150 erhoben.
– Im Generalsekretariat wird Sigge Bergman (SWE) von Arnold Kaech (SUI) abgelöst.

XXIV. 20. – 24. Mai 1963 – Athen (GRE)

66 Delegierte aus 31 Ländern

– Die Skiweltmeisterschaften werden zum ersten Mal an eine Stadt in der südlichen Hemisphäre vergeben: Portillo du Chili.
– Im FIS Budget für den Zeitraum 1963 – 1965 sind Ausgaben in Höhe von CHF 155’400 vorgesehen.

XXV. 8. – 11. Juni 1965 – Mamaia (ROM)

76 Delegierte aus 30 Ländern

– Die olympischen Wettkämpfe 1924 werden offiziell zu den ersten Skiweltmeisterschaften erklärt. Die Gewinner der Wettbewerbe werden jährlich durch die FIS unterstützt und haben nun das Recht, den Titel «Weltmeister» zu führen.
– Einführung spezieller Geschwindigkeitswettbewerbe im Alpinskilauf, Regelung der Streckenlänge usw.

XXVI. 16. – 21. Mai 1967 – Beirut (LIB)

74 Delegierte aus 31 Ländern

– Anerkennung des Alpinen Weltcups, der ab 1968 von der FIS durchgeführt wird.
– Verteilung von Informationsmaterial und Regeln zur Fortbewegung auf Skiern.
– Geschlechtskontrollen werden eingeführt.
– Genehmigung kontinentaler Meisterschaften der Junioren im Lang- und Sprunglauf.
– Die Übertragungsrechte an Weltmeisterschaften werden exklusives Eigentum der FIS, die von nun an direkt mit den Fernsehgesellschaften verhandelt.
– Der Kongress erklärt, dass die FIS für jegliche Arten von Skisport zuständig ist, bei dem man sich durch das Zusammenspiel von Muskel- und Schwerkraft fortbewegt und der auf dem Erdboden oder jeglicher anderer Art natürlicher oder künstlicher Oberfläche ausgeführt wird.

XXVII. 22. – 25. Mai 1968 – Barcelona (SPA)

85 Delegierte aus 33 Ländern

– Gesamtüberarbeitung der Statuten.
– Die nationalen Verbände übernehmen die Aufgabe, die Beziehungen zwischen den Athleten und den Sportgeräteherstellern zu überwachen.
– Verteilung von Sicherheitsrichtlinien in den Wintersportzentren.


1970 – 1979

XXVIII. 26. – 29. Mai 1971 – Opatija (JUG)

85 Delegierte aus 34 Ländern

– Neugestaltung der Wettkampfregeln.
– Einführung von Skiflug Weltmeisterschaften.
– Das FIS Budget für den Zeitraum 1971 – 1973 beträgt CHF 780’ 000.
– Bei den Damen wird die traditionelle 3 x 5 km Staffel durch die neue 4 x 5 km Staffel ersetzt.
– Einführung von Junioren Europameisterschaften im Alpinskilauf.

XXIX. 7. – 8. Juni 1973 – Nikosia (ZYP)

83 Delegierte aus 35 Ländern

– Die Grundsatzerklärung über eine Modernisierung der Regeln zum Amateurstatus wird verabschiedet.

XXX. 25. – 31. Mai 1975 – San Francisco (USA)

82 Delegierte aus 33 Ländern

– Anerkennung des 20 km Langlaufs der Damen.
– Einführung nordischer Junioren Weltmeisterschaften.
– Verabschiedung neuer Qualifikationsregeln, wobei jetzt auch Regelungen für Rennläufer vorhanden sind, die nicht an den Olympischen Spielen teilnehmen konnten.
– Beschichtete Rennanzüge werden verboten.
– Der Austragungsmodus für den Parallelslalom wird zwar generell beibehalten, gewisse Regeln werden jedoch überarbeitet.
– Gian Franco Kasper (SUI, 29 Jahre alt) wird die Leitung über die Verwaltung der FIS übertragen.

Sicherheit und Skilauf. FIS Präsident Marc Hodler erklärt dazu: «Die Genehmigung alpiner Skirennen sollte angesichts stetig steigender Geschwindigkeiten, die mittlerweile ein exzessives Mass erreicht haben und Sprünge unkontrollierbar machen, regelmässig überprüft werden. Die vorhandenen Pisten verlaufen zu gerade und direkt und sollten daher in stärkerem Masse technisch ausgestaltet werden, um die Geschwindigkeiten zu verringern.»

XXXI. 29. – 30. April 1977 – Bariloche (ARG)

79 Delegierte aus 33 Ländern

– Vorläufige Anerkennung des Langlauf Weltcups, der in der Saison 1976/1977 zum vierten Mal inoffiziell ausgetragen worden war.
– Alle Innovationen auf dem Ausrüstungssektor müssen vom Komitee für Wettkampfausrüstung genehmigt werden, um die Sicherheit zu erhöhen.
– Der Kalender für 1976/1977 umfasst 868 alpine und 422 nordische Wettkämpfe.
– Verabschiedung eines Verhaltenskodex für Langläufer, ähnlich dem, der bereits für Alpinskiläufer existiert.
– Die FIS erlangt von nun an auch die Zuständigkeit für den Bereich Freestyle Skiing.

XXXII. 18. – 19. Mai 1979 – Nizza (FRA)

104 Delegierte aus 41 Ländern

– Einführung des Skisprung Weltcups.
– Anerkennung von Skiakrobatik und Grasskilauf.
– Für Skispringer wird das Tragen eines Helms Vorschrift.
– Sprungschanzen in 17 Ländern werden zugelassen.
– Die Alpine Kombination wird bei Weltmeisterschaften zu einer separaten, aus Abfahrt und Slalom bestehenden Disziplin mit speziellen Regeln. Das bisherige Verfahren, nach dem der Kombinationsweltmeister auf Grundlage der in den drei Einzeldisziplinen erzielten Ergebnisse ermittelt wird, wird somit abgeschafft.
– Bei den Junioren werden die Nordischen Europameisterschaften durch Nordische Weltmeisterschaften ersetzt.
– Der Breitenskilauf erhält grösseres Gewicht.


1980 – 1989

XXXIII. 11. – 16. Mai 1981 – Puerto de la Cruz (SPA)

101 Delegierte aus 39 Ländern

– Die Weltcups in den drei Bereichen Alpinskilauf, Langlauf und Sprunglauf werden offiziell anerkannt.
– Einführung des Super-G, einer längeren und schnelleren Riesenslalomdisziplin.
– Das olympische Langlaufprogramm wird durch den 20 km Lauf der Damen komplettiert.
– Einführung von vier neuen Disziplinen, in denen auch Weltmeister ermittelt werden: die Mannschaftswettbewerbe im Skispringen und in der Nordischen Kombination sowie das Freestyle Skiing für Senioren und Junioren.

XXXIV. 8. – 15. Mai 1983 – Sydney (AUS)

92 Delegierte aus 44 Ländern

– Ab 1985 werden Seniorenweltmeisterschaften nicht mehr alle vier, sondern alle zwei Jahre ausgetragen. In Sarajevo 1984 werden deshalb keine Medaillen an Skiweltmeister vergeben.
– Einführung von drei neuen Veranstaltungen: Freestyle-Europameisterschaften, Mannschaftswettbewerb in der Nordischen Kombination bei Juniorenweltmeisterschaften, Weltcup in der Nordischen Kombination.
– Das berühmteste aller Langlaufrennen, der über 80 km führende Vasa-Lauf, wird 1983 zum 60. Mal ausgetragen.

XXXV. 27. Mai – 1. Juni 1985, Vancouver (CAN)

91 Delegierte aus 36 Ländern

– Einführung spezieller Langlaufveranstaltungen in der freien Technik.
– Ab der Saison 1987 wird Super-G vierte Disziplin im Alpinen Weltcup.
– Athleten können nur dann am Skiweltcup teilnehmen, wenn sie mittels eines gültigen Personalausweises nachweisen, dass sie Bürger des Landes sind, durch dessen nationalen Skiverband sie gemeldet wurden.

XXXVI. 6. – 11. Juni 1988, Istanbul (TUR)

113 Delegierte aus 46 Ländern

– Die Höchstsumme für den ersten Preis bei internationalen Skiwettkämpfen soll von CHF 1’500 auf 3’000 angehoben werden.
– Die längste Distanz im Damenlanglauf soll bei Weltcup Veranstaltungen und Olympischen Winterspielen nicht mehr 20 km, sondern 30 km betragen.


1990 – 1999

XXXVII. 20. – 27. Mai 1990, Montreux (SUI)

125 Delegierte aus 48 Ländern

– Das FIS Haus in Oberhofen wird seiner Bestimmung übergeben.
– Einsetzung des FIS Gerichts.
– Einführung des Verfolgungsstarts im Langlauf für die Olympischen Winterspiele 1992.
– Der Weltcup im Skifliegen wird eingeführt.
– Im Zusammenhang mit den Antidoping Tests wird die Entnahme von Blutproben eingeführt.

XXXVIII. 7. – 12. Juni 1992, Budapest (HUN)

137 Delegierte aus 54 Ländern

– Der Verkauf der Fernsehübertragungsrechte soll Teil des FIS Marketings werden.
– Einführung von FIS Punkten im Skilanglauf.
– Freie Unterbringung für Teilnehmer an Weltcup Veranstaltungen im alpinen und nordischen Bereich.

XXXIX. 6. – 12. Juni 1994, Rio de Janeiro (BRA)

125 Delegierte aus 55 Ländern

– Der Teamwettbewerb in der Nordischen Kombination wird anstatt über 3 x 10 km über 4 x 5 km absolviert.
– Einführung des Kontinentalcups in der Nordischen Kombination.
– Einführung eines internationalen Regelwerks in der Disziplin Rollerski.
– Homologierung von Strecken für Speed Skiing Wettbewerbe.
– Snowboardfahren soll FIS Disziplin werden.

XL. 10. – 16. Mai 1996, Christchurch (NZE)

149 Delegierte aus 62 Ländern

– Der Weltcup im Grasskilauf wird eingeführt.
– «Freestyle Ballet» wird in «Acro» umbenannt.
– Mehrere technische Änderungen in der IWO für das Skispringen.
– Neue Ausrichter von Weltmeisterschaften werden vom Vorstand selbst bestimmt.

XLI. 17. – 24. Mai 1998, Prag (CZE)

149 Delegierte aus 63 Ländern

– Marc Hodler tritt zurück.
– Gian Franco Kasper wird zum neuen FIS Präsidenten gewählt.
– Bei den Skiweltmeisterschaften 2001 werden Sprintwettbewerbe im Skilanglauf eingeführt.
– Bei den Skiweltmeisterschaften 1999 werden Sprintwettbewerbe in der Nordischen Kombination eingeführt.
– Ab dem Jahr 2000 finden Weltmeisterschaften im Rollerski statt.
– In der FIS sind jetzt 100 Nationen vertreten.


2000 – 2009

XLII 28. Mai – 3. Juni 2000, Melbourne (AUS)

139 Delegierte aus 62 Ländern

– Einführung einer begrenzten Anzahl von Starts für 1. Jahr Junioren Wettkämpfer bei FIS Rennen.
– Änderung des Reglements in Bezug auf Geschlechtskontrollen.
– Mannschaftswettbewerb auf der Normalschanze bei den Skiweltmeisterschaften in Lahti 2001.
– Der FIS Kalender, FIS Punktelisten und Media Guides werden ab der Saison 2001/2001 nur noch auf der FIS Website veröffentlicht.

XLIII. 2. – 8. Juni 2002, Portoroz (SLO)

143 Delegierte aus 67 Ländern

– Ein neues Verfahren für die Wahl des FIS Vorstandes wurde beschlossen, wobei der Kongress die 16 Vorstandsmitglieder wählt, von denen der Vorstand dann die 4 Vizepräsidenten wählt.
– Der Präsident wird für 4 Jahre gewählt.
– Neue Sanktionsregeln für alle Disziplinen.
– Neuauflage der FIS Verhaltensregeln, um Snowboard und Carving zu integrieren.
– Regelung der Höhenunterschiede für Super-G Rennen für Kinder.
– Einführung eines neuen Formats für Slalom Knock-out (KO) und eines neuen Bewerbes, dem Nationen Grand Prix in den Alpinen Disziplinen.
– Annahme einer Resolution zur Erweiterung der Fernsehübertragungen und Promotion von Skibewerben.
– Teambewerb im Skispringen bei den FIS Nordischen Skiweltmeisterschaften 2005 in Oberstdorf (GER) auf der Normalschanze und Skiflug Teambewerb an den Skiflugmeisterschaften in Planica (SLO) 2004.
– Freestyle Ski Cross und Freestyle Halfpipe an den Freestyle Weltmeisterschaften ab 2005.
– Big Air an den Snowboard Weltmeisterschafen ab 2003.
– Trinidad und Tobago und die Republik Moldawien wurden als Teilmitglieder bei der FIS aufgenommen.

XLIV. 30. Mai – 5. Juni 2004, Miami (USA)

141 Delegierte aus 58 Ländern

– Einstimmige Annahme des Welt Anti Doping Kodex.
– Bei den FIS Alpinen Skiweltmeisterschaften wurde der Nationen Team Event aufgenommen.
– Eine „U-23“ (unter 23) Weltmeisterschaft wurde zu den bestehenden Langlauf Bewerben eingeführt. Diese wird im Rahmen der FIS Nordischen Junioren Skiweltmeisterschaften stattfinden (ab 2006).
– Damen Skispringen wird entwickelt, beginnend mit einem Continental Cup ab 2004/05 und einem Einzel- und Team Bewerb bei den Junioren Weltmeisterschaften ab 2006.
– Eine „TV-Resolution“ und eine Strategie für deren Durchführung wurden mit sehr grosser Mehrheit angenommen.
– Hongkong wurde als Teilmitglied aufgenommen.
– Eine erhebliche Aufstockung des „Financial Support“ von Total CHF 22.375 Mio. direkter Unterstützung der FIS an die Mitgliederverbände.
– Bernard Chevalier (FRA) FIS Vorstandsmitglied während 16 Jahren, Torbjörn Yggeseth (NOR) Vorsitzender des FIS Skisprung Komitees, Gerhard Hochmuth (GER) Mitglied des Skisprung Komitees und Experte während 40 Jahren wurden als FIS Ehrenmitglieder ernannt.
– Als neue Vorstandsmitglieder wurden gewählt: Michel Vion (FRA), ehemaliger Alpiner Weltmeister und Sverre Seeberg (NOR), Präsident des Norwegischen Skiverbandes.

XLV. 21. – 27. Mai 2006 – Vilamoura (POR)

153 Delegierte aus 66 Ländern

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